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Das System im 21.Jhd: milliardenschwere Konzerne oder Banken sagen Politikern, was sie gerne für Gesetze hätten und belohnen diese dafür. Es muss jedem klar sein, dass wir keine Volksvertreter, sondern nur noch Konzernvertreter wählen. Wer bei diesem System nicht mehr mitspielt, wird sofort abgesägt. Ebenso gekauft: Medien, Stiftungen, Institute, NGOs.

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Rundbrief 2009-03: Gewalt im Öffentlichen Nahverkehr PDF Drucken E-Mail
Dienstag, den 14. September 2010 um 11:55 Uhr

 

Tagtäglich können wir erschreckende Berichte über Gewalt in den Zeitungen lesen. Auch heute berichtet der Berliner Kurier über den zertrümmerten Kiefer und verlorene Zähne des U-Bahn Passagiers Frank Barth auf der U9, der völlig unprovoziert von vier Jugendlichen mit Migrationshintergrund bewußtlos geschlagen wurde. Oder Jochen Buchholz, der vier Frauen beistand, als diese von drei Jugendlichen mit Migrationshintergrund belästigt wurden. Seine Zivilcourage bezahlte er bitter. Frank Barth und Jochen Buchholz sind in der Statistik nur ein weiterer Strich, aber hinter jedem Strich verbirgt sich ein Einzelschicksal, jemand, der für verfehlte Politik mit seiner Gesundheit bezahlen musste.

 

 

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache und müssten sofortige politische Maßnahmen auf den Plan rufen. So zum Beispiel die Forderung der BVG nach mehr Sicherheitspersonal. Leider sah die SPD weder ein wachsendes Problem mit Gewalt noch sei ausreichend Geld vorhanden. Natürlich ist genügend Geld vorhanden, wenn es um die unnötigsten Dinge geht, wie zum Beispiel das Volksbegehren Pro Reli vorzuverlegen, um es künstlich scheitern zu lassen (Kosten der SPD Trickserei: 1,4 Mio Euro Steuergelder). Es ist genügend Geld da, um islamistische Kitas zu versorgen; von den Millionen, die ohne erkennbare Effekte im Projekt „Soziale Stadt“ versickern ganz zu schweigen. Ausserdem belegt die Gewerkschaft der Polizei, dass hier wieder einmal Statistik-Akrobatik betrieben wird, um die Lage zu beschönigen: Anstatt die Gewalt zu reduzieren wird vom Senat die Polizei reduziert. Weniger Polizei bedeutet weniger registrierte Straftaten, was sich positiv auf die Statistik auswirkt. Für die SPD heisst das: Problem gelöst.

Die Berliner Bürger sehen das anders. Laut einer Umfrage der Berliner Morgenpost fühlen sich nur noch 30% im Öffentlichen Nahverkehr sicher, 43% haben nachts oder immer Angst vor Gewalt und ganze 29% fahren deshalb nicht mehr mit Bus und Bahn! So muss der Bürger der rot-roten Ideologie weichen.

3161 Körperverletzungen, 478 Nötigungen, 796 Beleidigungen, 1020 Raubtaten [Quelle] und die Zahl der Gewaltdelikte in Bussen und Bahnen steigt seit Jahren an. Angesichts solcher Zahlen – das Jahr hat ja nur 365 Tage – ist die Angst der Bürger wohl kaum unbegründet. Innensenator Körting (SPD) sieht das aber anders: „Niemand muss Angst haben, U-Bahn zu fahren. Es kommt zwar […] zu gravierenden Straftaten […], aber das sind immer Einzeldelikte“.

Einzelfälle, Herr Körting? Rechnen wir nochmal nach: 3161+478+796 = 4435 „Einzelfälle“. Der Innensenator sieht hierin also kein Problem, dem man nachgehen müsste. Wenn man nicht wissen würde, dass solche Aussagen Teil der ideologisch-bedingten SPD Verschleierungstaktik sind, könnte man meinen, unser Innensenator hätte ein erhebliches Wahrnehmungs- und Kompetenzproblem. Aber vielleicht ist es ja beides.

Eine Gruppe, die besonders der „nicht-vorhandenen“ Gewalt ausgeliefert ist, ist die der BVG Angestellten. Man schätzt, dass täglich etwa zwei Busfahrer Opfer von Gewalt werden. Eine beliebte sportliche Betätigung ist das sogenannte „Busfahrer Bashing“ (dt: Busfahrer-Schlagen), bei der eine Gruppe Jugendlicher filmt, wie sie den Busfahrer verprügeln, um das Video dann stolz an ihre Freunde zu versenden oder ins Internet hochzuladen.

Der Sicherheitsexperte der SPD, Thomas Kleinedam, hat auch schon den Grund dafür gefunden: die Busfahrer sind schuld! Kleinedam teilt uns nämlich mit, dass die Jugendlichen vom Busfahrer zum Busfahrer-Bashing mit Filmvorführung provoziert werden und fordert dahingehend ein Anti-Aggressionstraining. Aber nicht etwa für die prügelnden Jugendlichen, nein, halten Sie sich fest, er fordert es für die Busfahrer. Willkommen in Absurdistan!

Probleme verschleiern, wegreden, beschönigen, nichts unternehmen, dafür Statistiken fälschen und natürlich das Opfer zum Täter machen und den Täter zum Opfer – das ist die Vorgehensweise der SPD.

Den Preis dafür zahlen Sie.

Nachtrag: „Gewalt und Vandalismus im ÖPNV“ war der Titel der jüngsten Veranstaltung des GK Innere Sicherheit am 5.März, auf der wir Jens Wieseke, Stellvertretender Vorsitzender des Berliner Fahrgastverbandes IGEB, begrüßen durften. Ein ausführlicher Bericht über die Veranstaltung folgt.